Polen – Opentaniec
Mit einer spannenden Choreographie, berauschender Musik und überraschenden Effekten eröffnet die polnische Tanz-Show Opentaniec die Eurovisions-Gala „Willkommen Europa!“ zur EU-Osterweiterung. Das Libretto basiert auf einer uralten slawischen Legende: Ein junger Mann wird von der Illusion des ewigen Glücks verführt. Ein junges Mädchen kämpft um seine Liebe, um seine Seele zu retten. Am Ende siegt die wahre Liebe über die Illusion. Mit landes- und kulturspezifischen Musik- und Tanzelementen entsteht eine kraftvolle Darbietung, die die polnische Identität verkörpert, unterstützt durch aufwendige audiovisuelle Installationen: es gibt eine Wasserwand, pneumatische Sonderkonstruktionen und weitere überraschende szenographische Elemente. Die Uraufführung fand im berühmten Musiktheater von Gdynia statt. Bei der Warschauer Erstaufführung in Europas größtem Theater, dem Teatr Wielki, wie auch bei allen Aufführungen im Jahr 2003 waren die Eintrittskarten rasend schnell ausverkauft – das Publikum feierte seine neuen Helden mit Standing Ovations, die Kritiker überschlugen sich vor Begeisterung. Alle Fachleute sind sich einig: Opentaniec wird ein Riesenerfolg. Am 30. April werden sich Fernsehzuschauer aus ganz Europa davon überzeugen können. Die junge Tanz-Crew wird sie mit ihrem Schwung und ihrer unbändigen Energie mitreißen und auf eine begeisternde Gala zur EU-Osterweiterung einstimmen.
Estland – Neiokõsõ
Für die estnische Band Neiokõsõ ist 2004 das Jahr der Eurovision. Gleich zwei Mal hat die Girl-Formation die Ehre, ihr Heimatland zu vertreten: Der Eurovisions-Gala zur EU-Osterweiterung am 30. April folgt nur knapp zwei Wochen später das Halbfinale zum „European Song Contest“ in Istanbul. Nachdem in den vergangenen Jahren eine Expertenjury den Landessieger bestimmt hatte, ließ das estnische Fernsehen bei der diesjährigen Vorausscheidung zum ersten Mal die Zuschauer abstimmen: mit überwältigender Mehrheit gewann mit „Tii“ ein Titel, der im altüberlieferten, geheimnisvoll klingenden südestnischen Võro-Dialekt gesungen wird. Ebenso geheimnisvoll geben sich die fünf Sängerinnen. Sind sie wirklich die unschuldigen Seelen aus dem Dickicht der südlichen Wälder, die – schlicht gekleidet –, immer ein Lied auf den Lippen haben? Astrid und Diana sind Musiklehrerinnen, Anu unterrichtet Gesang, ihre Schwester Triinu studiert dieses Fach und die Fünfte im Bunde, Kadri, arbeitet beim Radio. Begleitet werden die fünf engelsgleichen Wesen von Peeter Jõgioja (Percussion), der mit seinen ausgeprägten Muskeln und dem Pan-gleichen Horn auf dem Kopf ein optisches Gegengewicht bildet.
Litauen – Violeta Urmana
Violeta Urmana entstammt der litauischen Hauptstadt Vilnius. Hier begann sie auch ihre musikalische Laufbahn mit einem Klavierstudium. Nach dem Erwerb des Hochschul-Diploms als Pianistin setzte sie ihre Ausbildung mit einem Gesangsstudium fort. Trotz eines abgeschlossenen Studiums konnte sie in Litauen nur wenig Bühnenerfahrung sammeln. Ihr Hang zur Perfektion führte sie 1991 – mit nur 50 Dollar in der Tasche – an die Münchner Hochschule in die Meisterklasse von Prof. Josef Loibl. Kurz zuvor war sie vom Sopran- ins Mezzo-Fach gewechselt. In den ersten Münchner Jahren war sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper – das Sprungbrett für eine Bilderbuch-Karriere, die sie Mitte der 90er Jahre an fast alle bedeutenden Opernhäuser der Welt führte. 1994 debütierte sie in Bayreuth im „Ring“ und als „Fricka“ an der Mailänder Scala. 1995 debütierte sie als „Eboli“ an der Wiener Staatsoper. Paris, Zürich, Genf, Hamburg, Deutsche Oper Berlin, New Yorker MET, Covent Garden London und viele weitere renommierte Häuser folgten. Sie ist seit Jahren eine der international gefragtesten Mezzo-Sopranistinnen; ihr Terminkalender weist kaum freie Stellen auf. In diesem Jahr wird sie u.a. in Amsterdam und Florenz in „Don Carlos“ sowie in London in „La Gioconda“ und „La Forza Del Destino“ auf der Bühne stehen. 2005 singt sie u.a. die „Kundry“ in Barcelona, „Eboli“ und „Santuzza“ an der Met und „Leonora“ („La Forza del Destino“) in München sowie ihre erste „Ariadne“ an der Met und ihre erste „Tosca“ in Los Angeles, 2006 wird sie in London als „Lady“ („Macbeth“), in Dresden als „Norma“, in Turin mit ihrer ersten „Elisabetta“ („Don Carlo“) und in New York in der Titelpartie „La Gioconda“ zu hören sein. 2007 steht „André Chenier“ in New York und Wien, „Tosca“ in Wien sowie „Un Ballo in Maschera“ in Florenz auf dem Programm. Violeta Urmana wurde vom litauischen Fernsehen ausgewählt, ihr Heimatland bei der Eurovisions-Gala zur EU-Osterweiterung zu vertreten.
Polen – Blue Café
Auch der polnische Show-Act zur Eurovisions-Gala „Willkommen Europa!“ gehört zu den Finalisten des „European Song Contest“ am 19. Mai 2004 in Istanbul. „Blue Café“ konnte sich in der polnischen Vorentscheidung knapp gegen die derzeit populärste Band des Landes, Lzy, durchsetzen. Noch im Vorjahr mussten sie sich den späteren Siebtplatzierten „Ich Troje“ beugen – doch in 2004 begeisterten „Blue Café“ die polnischen Fernsehzuschauer durch ihre perfekte Bühnenshow und die charmante Sängerin Tatjana Okupnik. Sie ist nicht nur die Frontfrau mit einer Stimme, deren Farbnuancierungen manch berühmter Maler gerne zur Verfügung gehabt hätte, sondern schreibt auch die Texte zu allen Songs. Ein Jahr lang arbeitete die achtköpfige Formation an ihrem Debut-Album. 2002 erschien „Fanaberia“ und revolutionierte den polnischen Musikmarkt. Mit einer unglaublichen Mischung aus Jazz, Funk, Pop und Latin Disco, versetzt mit Hip-Hop-Elementen, stürmten sie die Hitparaden. Begeisterte Kritiken und verschiedene Auszeichnungen waren die Folge. Höhepunkt war die Platin-CD für fast 100.000 verkaufte Alben. Das Folgewerk, „Demi-Sec“, erschien im Dezember 2003 und wurde bereits am selben Tage vergoldet. Ohne Zweifel sind „Blue Café“ die neuen polnischen Stars, die mit ihren Auftritten bei der Eurovisions-Gala zur EU-Osterweiterung und beim „European Song Contest“ in ganz Europa viele neue Freunde gewinnen werden.
Slowenien – Rozmarinke
Der Name des Trios leitet sich von „Rosmarin“ ab – und die Assoziation mit dem wohlriechenden und ebenso geschmackvollen Gewürz ist mehr als erlaubt. Tina Krajnik (Violine), Katja Krajnik (Bratsche) und Petra Gacnik (Cello) haben sich zwar der Tradition der klassischen Kammermusik verschrieben, aber limitieren sich nicht auf das symphonische Repertoire. Ihre Auftritte umfassen Werke aus dem Barock, der Wiener Klassik und der Romantik genauso wie neu arrangierte Evergreens und slowenische Volkslieder. Alle drei Streichinstrument-Virtuosen haben ihr Diplom an der Musikakademie von Ljubljana erworben, im Zuge der weiteren Ausbildung trennten sich ihre Wege jedoch. Tina Krajnik studierte in Los Angeles, Katja in Detmold und Petra Gacnik setzte ihren Unterricht in Los Angeles und dem schweizerischen Winterthur fort. Der Teilnahme an Nachwuchs-Festivals und Auftritten mit verschiedenen kammermusikalischen Formationen folgte 1994 die Gründung von „Rozmarinke“. Seitdem können die begabten jungen Musikerinnen auf eine erfolgreiche Konzertkarriere zurückblicken. Neben ihren Soloauftritten arbeiten sie mit Kammersängern, aber auch mit genre-übergreifenden Performance-Künstlern zusammen. Bei der diesjährigen Vorausscheidung für den „European Song Contest“ begleiteten die lyrischen Damen die elektronischen Klangteppiche von „Silence“ und belegten mit knappem Abstand den zweiten Platz. Auch wenn ihnen dadurch die Teilnahme in Istanbul verwehrt ist – mit ihrem musikalischen Beitrag zur Eurovisions-Gala „Willkommen Europa!“ erreicht „Rozmarinke“ ein internationales Millionenpublikum.
Türkei – Sertab
Der Grund, warum der „European Song Contest“ in diesem Jahr in Istanbul stattfindet, heißt „Sertab“. Am 24. Mai 2003 errang die 39-jährige Künstlerin nicht nur den ersten Grand-Prix-Sieg für die Türkei – der Erfolg war auch der Startschuss zu ihrer internationalen Karriere. Mit dem Siegertitel „Everyway That I Can“ aus der Feder des schwedischen Pop-Genies Peter Kvint, der u.a. auch für Britney Spears arbeitet, erreichte sie in der Schweiz, in Österreich, Holland, Belgien sowie Griechenland die Top Ten und rangierte in Schweden sogar vier Wochen lang auf Platz 1 der Hitparade. Europaweit verkaufte sich der Titel knapp 400.000 mal. Die ausgebildete Sopranistin ist in ihrer Heimat schon seit vielen Jahren ein gefeierter Star. 1964 in Istanbul geboren, startete ihre professionelle Karriere mit einer eigenen Band in der Istanbuler Clubszene, bevor sie 1992 ihr erstes Album – „Sakin Ol" – präsentierte. Mit 950.000 verkauften Exemplaren markierte es die meistverkaufte Veröffentlichung in der Türkei. Von den beiden folgenden Werken, „Lal" (1994) und „Sertab Gibi" (1996), verkaufte sie mehr als 1,5 Millionen Alben. Sie erhielt zahllose Auszeichnungen und konnte ihren
landesweiten Erfolg mit Tourneen und Live-Auftritten weiter ausbauen. Im April 1999 veröffentlichte sie ihren vierten, schlicht „Sertab" betitelten Longplay, der sich zum absoluten Bestseller entwickelte und auf Rang eins der türkischen Charts platzieren konnte. Seit knapp einer Dekade nun zählt sie zu den beliebtesten und bestverkauften weiblichen Künstlern der Türkei. Man darf sie getrost als „Popstar“ bezeichnen, denn ihr Erfolg im Heimatland setzt sich auf internationaler Ebene fort.
Lettland – BrainStorm
Als die lettische Gruppe BrainStorm 2000 den dritten Platz beim Grand Prix d'Eurovision erringt, ist die Überraschung groß. Zum Einen, weil ihr Herkunftsland in Popkreisen vollkommen unbekannt ist, zum Anderen – und vor allem aber wegen ihrem musikalischen Anspruch, der nicht so richtig zur seichten Veranstaltung passen will. Eine Feststellung, die nach Angaben der Band auch Bob Dylan macht, als er beim Zappen zufällig
auf eine Zusammenfassung des Wettbewerbs stößt. „Ja, dieser Typ hat das bestimmte Etwas“, soll er über Sänger Reynard Cowper gesagt haben. „Was zum Teufel sucht er bei solch einer Sendung?“. So öffnen sich die westeuropäischen Tore für eine Band, die 1989 gegründet wurde. In diesem Jahr kommen die 14-jährigen Renars Kaupers (Reynard Cowper, Gesang), Janis Jubalts (Johnny U White, Gitarre), Gundar Mausevic (Muminsh, Bass), Kaspar Rog (Nick Rogue, Schlagzeug) und Maris Mihelsons (Mike Minolta, Keyboards) in der lettischen Provinzstadt Jelgava zusammen. Sie nennen sich „Prata Vetra“, englisch übersetzt „BrainStorm“. Mit ihrem gitarrenorientierten Pop sind sie Mitte der 90er Jahre die beliebteste Band in ihrem Heimatland und schaffen es auch, sich in den Nachbarstaaten einen Namen zu machen. Ihrem erstes Album „A Day Among The Suns“ (1998) bleibt der europäische Erfolg zwar verwehrt, aber sie schaffen es, in Dänemark als Vorband von Supergrass zu spielen. Nach dem Erfolg beim Grand Prix d'Eurovision scheint es voranzugehen. Die Ballade „My Star“ stößt sogar auch in den USA auf Interesse. Der Durchbruch begrenzt sich allerdings auf Osteuropa, wo sie als Stars gefeiert werden. In Lettland werden ihre letzten vier Alben mit Platin ausgezeichnet, die Band selbst gewinnt Preise beim heimischen Music Award und zu ihren Open Air-Konzerten kommen mehr Zuschauer als zu Fußballspielen. Ihre größte Aufmerksamkeit erhält BrainStorm als Vorgruppe von den Rolling Stones, den Cranberries oder Depeche Mode. Ihr letztes Album, „A Day Before Tomorrow“ veröffentlichen die Musiker im Jahr 2003.
Slowakei – Dalibor Jenis
Dalibor Jenis studierte Gesang am Konservatorium in Bratislava und an der Accademia Italiana in Osimo. Auf Erfolge bei mehreren renommierten Gesangswettbewerben, u.a. dem Belvedere-Wettbewerb in Wien, folgten Engagements an das Teatro Giuseppe Verdi Trieste und zum Puccini-Festival in Torre del Lago. Dalibor Jenis ist regelmäßiger Gast der Wiener Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, des Royal Opera House Covent Garden London und der Opéra National de Paris. In Tokio sang er die Titelpartie in der japanischen Erstaufführung von Busonis „Doktor Faust“, in Montpellier bei der konzertanten Aufführung von Amilcare Ponchiellis selten gespielter Oper „Marion Delorme“ sowie in der Welturaufführung von Offenbachs romantischer Oper „Die Rheinnixen“ beim Festival de Radio France. Am Teatro Colon Buenos Aires und am Teatro Real Madrid war er in der Janacek-Oper „Das schlaue Füchslein“ engagiert. In Italien hat sich der Künstler bisher am Teatro Regio Torino und am Teatro Comunale Bologna vorgestellt. Am Teatro dell’Opera di Roma sang er die Titelpartie in der Neuproduktion von „Eugen Onegin“ an der Seite von Mirella Freni. Zahlreiche Gastspiele führen ihn immer wieder an die Oper Frankfurt und das Teatro Massimo Palermo. Im Wiener Konzerthaus sang er den „Schuiski“ in einer konzertanten Aufführung von Dvoraks „Dimitri“. Mit Verdis „Marquis di Posa“ debütierte Dalibor Jenis an der Deutschen Staatsoper Berlin. Weiterhin wirkte der Künstler u.a. bei einer CD-Aufnahme von „Gianni Schicchi“ mit Mirella Freni und Leo Nucci, sowie einer konzertanten Live-Aufnahme von „Christoph Columbus“ mit Renato Bruson zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas mit. In seiner Paraderolle als Figaro aus „Der Barbier von Sevilla“ wird Dalibor Jenis sein Heimatland bei der Eurovisions-Gala zur EU-Osterweiterung würdig vertreten.
Tschechien - Lukas Vondracek
Lukas Vondracek wurde 1986 in Ostrava geboren. Mit zwei Jahren erkannte seine Mutter, selbst Pianistin, das außergewöhnliche Talent ihres Sohnes und förderte es behutsam. Sein erstes Konzert gab das Wunderkind im Alter von vier Jahren (zum Vergleich: Wolfgang Amadeus Mozart hatte seinen erstenöffentlichen Auftritt erst im Alter von fünfeinhalb Jahren). Mit zehn Jahren, 1996, besuchte er erstmals Großbritannien, um beim Wirksworth Arts Festival, Derbyshire zu spielen. Seitdem ist er jedes Jahr ein gern gesehener Gast, ob bei Festivals in Buxton, Harrogate oder Warwick, im Pump Room des Badeortes Leamington, in der Bibliothek von Schloss Howard oder der Internationalen Klavierwoche von Ribble Valley. Durch seine natürliche Musikalität, gepaart mit einer bemerkenswerten, über die Jahre stets verfeinerten Technik, ist Lukas Vondracek trotz seiner Jugend ein ausgereifter Musiker, der die ersten Schritte zu einer großartigen internationalen Karriere bereits mit Erfolg absolviert hat. Die Ausbildung an den Musikhochschulen von Kattowitz und Wien vervollkommnet der Künstler an der Universität seiner Heimatstadt Ostrava. Sein Debüt im Mai 2002 mit der Tschechischen Philharmonie unter Vladimir Ashkenazy, der ebenfalls bei der Eurovisions-Gala mitwirkt, gab er in Prag und in Italien. Ihm folgten viele weitere Auftritte mit diesem Orchester, u.a. eine Konzerttournee durch die Vereinigten Staaten von Amerika, wo sein Vortrag des 1. Klavierkonzertes von Prokofieff sowohl das Publikum wie auch die Kritiker zu Begeisterungsstürmen hinriss. Neben der Tschechischen Philharmonie spielte Lukas Vondracek bereits mit einer Reihe namhafter Orchester: u.a. mit der Philharmonie St. Petersburg, der Lake Forest Symphony, dem Cape Town Philharmonic, der japanischen NHK Symphony und dem Symphonie-Orchester Dallas. Neben Konzertreisen durch Hong Kong, Island, Italien, Japan und Südafrika ist Lukas Vondracek natürlich auch oft in seiner Heimat zu hören.
Ungarn – Cotton Club Singers
Die Cotton Club Singers wurden 1995 von Laslo „Boldi“ Boldiszar ins Leben gerufen, der sich durch die US-amerikanische Formation Manhattan Transfer und den Film „Cotton Club“ hatte inspirieren lassen. Wie das Vorbild verfügen auch die Cotton Club Singers über zwei männliche (Laslo Boldiszar, Feher Gabor) und zwei weibliche Vokalisten (Sucs Gabriella, Kosma Orsolya), die bei ihren Auftritten durch die Creme der ungarischen Jazzmusik-Szene unterstützt werden. Das Quartett hat sich durch sein außergewöhnliches Konzept, die weichen, jazzigen Arrangements und die einzigartigen Harmoniegesänge sehr schnell als Top Act etabliert – auf den regelmäßigen Tourneen durch ihr Heimatland spielen sie nicht selten vor mehr als 3.000 begeisterten Zuhörern. Sie sind regelmäßige Gäste im ungarischen Rundfunk und Fernsehen – und ihre Show „Spirit of Sinatra“ wurde sogar als TV-Special aufgezeichnet und ausgestrahlt. Auch im Ausland haben sie sich bereits einen Namen machen können: Sie waren zu Gast auf Festivals in Deutschland und Holland. Anfang 2004 traten sie im legendären Ronnie Scott’s Jazz Club in London auf und hatten bereits die Ehre, bei einer Gala in Anwesenheit des ungarischen Premierministers zu konzertieren. Obwohl jedes Mitglied der Cotton Club Singers problemlos eine erfolgreiche Solokarriere starten könnte, bleibt das Quartett in seiner musikalischen Begeisterung vereint – und diese Begeisterung überträgt sich mit jeder gesungenen Note auf die Zuhörer. Das Quartett hat in Ungarn bereits sieben CDs eingespielt; Anfang 2004 wurde auch eine DVD mit ihrer „Spirit of Sinatra“-Show veröffentlicht.
Zypern - Mihalis Hadjiyiannis
Auch der zypriotische Künstler verdankt seinen Erfolg dem „European Song Contest“. Geboren und aufgewachsen in Nikosia, studierte Mihalis Hadjiyiannis an der Cyprus Music Academy (Royal College of London) und graduierte in den Fächern Klavier, Gitarre, Harmonielehre und Gehörbildung. Er startete seine Karriere auf Zypern – der Durchbruch gelang ihm 1998, als er sein Heimatland beim „European Song Contest“ vertrat. Mit seiner eigenen Komposition „Genesis“ belegte er zwar nur den 11. Platz, aber die internationale Fachwelt und ein großes Publikum wurde auf den Künstler aufmerksam. Seine starke Bühnenpräsenz und die ausgezeichnete, sonore Stimme verschafften ihm europaweit viele neue Fans. Kurz nach diesem Erfolg wechselte er nach Athen und begann, mit dem bekannten Komponisten George Hadjinasios zusammen zu arbeiten. Die Früchte dieser gemeinsamen Schaffensfreude erntete er bereits Ende 1998: Seine erstes Album wurde sofort ein durchschlagender Erfolg und erreichte Platin. In den Jahren seitdem hat Mihalis Hadjiyiannis bei seiner Fangemeinde Kultstatus erreicht und ist, was man gemeinhin einen „Star” nennt. In Griechenland gehört er heute zu den Top Acts – und die Musikwelt erwartet mehr als sehnsüchtig sein drittes Album.
Weltstar Susan Graham singt bei EU-Gala „Willkommen Europa!“
Die amerikanische Mezzo-Sopranistin Susan Graham wird am Freitag, 30. April 2004 bei der Eurovisions-Gala „Willkommen Europa!“ auftreten. Die ursprünglich vorgesehene italienische Opernsängerin Cecilia Bartoli musste ihre Teilnahme am musikalischen Großereignis kurzfristig und mit größtem Bedauern aus gesundheitlichen Gründen absagen.
Susan Graham zögerte keine Sekunde und unterbrach sofort ihren Paris-Aufenthalt, um bei den Feierlichkeiten zur EU-Osterweiterung mitwirken zu können. Um ihren Auftritt glanzvoll zu unterstreichen, stellte ihr die Cartier-Boutique am Kurfürstendamm außergewöhnlich schönen Schmuck zur Verfügung: Susan Graham trägt auf der Bühne des Berliner Konzerthauses ein Collier und Ohrringe in Weißgold mit Diamanten besetzt aus der Linie „C de Cartier“. Die Sängerin wurde in New Mexico geboren und wuchs in Midland, Texas auf. Sie studierte an der Manhattan School of Music und debutierte 1989 in Chicago. Es folgten Auftritte in San Francisco, Lyon und an der MET. Den internationalen Durchbruch feierte sie 1993 in Salzburg; seitdem ist sie an allen großen Bühnen der Welt zu Hause. Daneben nimmt sie sich immer wieder Zeit für eine Tournee mit Liederabenden, die sie im Mai u.a. auch nach Köln und Dresden führen wird. Die schöne Mezzo-Sopranistin mit einem Timbre wie Honig besticht durch ihr Verständnis und die Eleganz ihrer Musikalität. Mit ihrer faszinierenden Bühnenpräsenz und der glühende Emotion ihres Vortrags ist Susan Graham eine der gefragtesten Sängerinnen unserer Zeit. Sie gewann die „Metropolitan Opera National Council Auditions“ und wurde mit dem „Schwabacher Award“ der San Francisco Opera ausgezeichnet. Die Richard Tucker Foundation gewährte ihr eines ihrer begehrten Stipendien – und die französiche Regierung ehrte sie mit der Auszeichnung als „Chevalier d‘Ordre des Arts et Lettres“. Vor den geladenen Gästen im Berliner Konzerthaus und vor den Zuschauern im ZDF und über 30 weiteren Ländern Europas wird die an den Bühnen der Welt gefeierte Sängerin die „Seguidilla“ aus Georges Bizets „Carmen“ zum Vortrag bringen.
Piotr Krasko – Moderator des Open-Air-Konzertes in Warschau
Parallel zur Eurovisions-Gala im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt feiert Warschau den EU-Beitritt mit einem großen Open-Air-Konzert, zu dem immer wieder live geschaltet wird. Der Moderator vor Ort ist Piotr Krasko. Der am 11. Juli 1971 geborene Moderator ist seit vielen Jahren ein bekanntes Fernsehgesicht unseres östlichen Nachbarn. Bereits seit 1993 arbeitet er für TVP 1 und kann auf mehr als 400 Interviews mit Personen der Zeitgeschichte zurückblicken. Die Liste seiner Gesprächspartner liest sich wie das „Who-is- Who“ aus Politik, Gesellschaft und Kultur: Gerhard Schröder, Romano Prodi, Jacques Santer, Madeleine Albright, Zbigniew Brzezinski, Henry Kissinger, Aleksander Kwasniewski, Peter Greenaway, Werner Herzog, Michael Schumacher und viele andere standen Piotr Krasko Rede und Antwort. Weiterhin hat er über 40 Reportagen und Dokumentationen produziert; er berichtete aus dem Kongo und aus Ruanda während des Kriegs, deckte die Aktivitäten des polnischen Geheimdienstes während des ersten Golf-Kriegs auf, dokumentierte den Nachkriegs-Irak und begleitete die Osterweiterung der Europäischen Union mit dem Beitrag „Polen in Europa“. Aber auch Reportagen über die amerikanische Militär-Akademie West Point („A few good men”) oder aus der englischen Universitätsstadt Oxford („The discreet charm of tradition”) zeigen, dass er sein Handwerk bestens versteht. Und „live” kann er exzellent, wie er u.a. bei der Berichterstattung von den Filmfestspielen in Cannes, der Nobelpreis-Verleihung in Stockholm oder verschiedenen NATO- und EU-Gipfeln unter Beweis gestellt hat.
Deutschland – Jocelyn B. Smith und der Europäische Kinderchor
Jocelyn B. Smith wurde am 22. August 1960 in Queens/New York geboren. Bereits früh erkannten ihre Eltern die musikalische Leidenschaft ihrer Tochter – mit fünf Jahren begann sie mit Klavierunterricht. Neben den obligatorischen Etüden schlägt ihr Herz mehr und mehr für ein anderes Genre der Musik: Soul. 1981 singt sie für Lenny White und geht mit ihm auf Europa-Tournee. 1982 tourt sie mit der Gruppe „Change“ durch die USA und singt mit Ellen Foley im Vorprogramm des Electric Light Orchestra. 1984 ist sie mit der „Tribute to Platters“-Tour in Europa unterwegs. In Berlin beschließt sie, zu bleiben. Das „Quasimodo“ wird zu ihrer zweiten Heimat, hier entsteht auch ihre erste CD „Live in Berlin“. 1999 wirkt sie bei Heiner Goebbels Werk „Surrogate Cities“ als Solistin mit. Nach der Uraufführung in Frankfurt konzertiert sie damit in Dessau, Edinburgh, Brisbane, Luzern und Berlin. Sie bearbeitet und übersetzt Werke von Mikis Theodorakis, tourt mitMarfia Farantouri und George Delaras durch Athen und Delphi – in 2002 erscheint die CD „Margarita – Love Songs von Mikis Theodorakis“. Für ein fiktives Treffen von Weill und Gershwin erhält die Sängerin den Jazz- Award der IFPI im Jahr 2003 - die CD heißt „Blue Light & Nylons“. Jocelyn B. Smith bleibt aber auch dem Soul treu: 2002 erscheint, „Back To Soul“ und im März 2004 das zweite Soul-Album „Phenomenal Woman“. Bei der Eurovisions-Gala „Willkommen Europa!“ zur EU-Osterweiterung wird Jocelyn B. Smith gemeinsam mit den Schöneberger Sängerknaben, dem Berliner Mädchenchor und vielen Kinder aus Berliner Schulchören auf den Stufen des Berliner Konzerthauses am Gendarmenmarkt die von Peter Thomas („Raumpatrouille“ und 650 weitere Film- und TV-Musiken) komponierte „Europäische Kinderhymne“ uraufführen.
Roger Waters
Er hat die Augen und Ohren ungezählter Musikfans zum Leuchten gebracht. Roger Waters gehört zu den ganz großen Musiker-Persönlichkeiten. 1965 gründete der 1943 in Great Buckham/Surrey geborene Künstler mit Freunden eine Band: Pink Floyd, deren Alben zu unbestrittenen All-Time-Classics wurden: „Dark Side Of The Moon“ blieb fast 15 Jahre lang in den Top 200-Album Charts), „The Wall“ wurde 23 mal mit Platin ausgezeichnet. Unter der Leitung von Roger Waters war Pink Floyd ihn vielerlei Hinsicht wegweisend: 1967 entwickelte die Band das erste quadrophonische Soundsystem, noch bevor Stereogeräte in Serie produziert wurden. 1972 drehten Pink Floyd in der antiken Stadt Pompeji am Fuße des Vesuvs einen Konzertfilm, der Geschichte machte. „Live At Pompeji“ ist ein makelloser 90 Minuten-Auftritt während des Sonnenuntergangs – ganz ohne Publikum. Und Roger Waters’ Aufführung von „The Wall“ auf dem Potsdamer Platz aus Anlass des Mauerfalls ging ebenfalls in die Rockgeschichte ein: Nie wurde für ein Konzert eine größere Bühne errichtet. 1983 erschien das erste Soloalbum von Roger Waters, „The Pros and Cons of Hitchhiking“, dem weitere Alben folgten. Das aktuelle Projekt ist „Ça Ira“ – eine Oper in klassisch sinfonischer Tradition, konzipiert für ein 84-köpfiges Orchester, drei Solisten (Tenor, Bariton und Sopran) sowie einen Erwachsenen- und einen Kinderchor. Das Libretto des Franzosen Etienne Roda Gil befasst sich mit der Französischen Revolution als Metapher für die Kraft der Menschen im Kampf für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit – Säulen, auf denen bis heute auch das Wertesystem der Europäischen Union beruht. Veröffentlicht wird das komplette Werk Ende 2004 – Teile von „Ça Ira“ werden zum großen Finale der Eurovisions-Gala auf Malta zu den Licht-Monumenten Gert Hofs uraufgeführt.



