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Pressemappe zur Gala des Deutschen Filmpreises

DEUTSCHER FILMPREIS 2004
Auszug aus der Pressemappe zur Gala am 18. Juni 2004


Verleihung des 54. Deutschen Filmpreises

Tempodrom Berlin: „Lola“ bittet zur Gala

Am 18. Juni wird es wieder eng vor dem Berliner Tempodrom: Dann schreiten 2000 geladene Gäste aus Kultur, Showbusiness, Wirtschaft, Politik und Medien über den roten Teppich, um bei der großen Gala des deutschen Films die diesjährigen „Lola“-Preisträger zu feiern. Nachdem am 16. April die Nominierungen in den Kategorien „Bester Spielfilm“, „Bester Kinder- und Jugendfilm“, „Bester Dokumentarfilm“, „Beste/r Hauptdarsteller/in“, „Beste/r Nebendarsteller/in“ und „Beste Regie“ verkündet wurden, fiebern die Nominierten dem Tag der Entscheidung entgegen. Insbesondere die Produzenten haben viel zu feiern: Neben der Ehre der Auszeichnung fließt ein erheblicher Geldbetrag in ihre Kasse, aus der neue Projekte finanziert werden können. War bereits die Nominierung in den drei Filmkategorien mit 1,95 Millionen Euro verbunden, stehen für die glücklichen Gewinner weitere 775.000 Euro an Preisgeldern bereit. Die Auszeichnungen in den Kategorien Haupt- und Nebendarsteller sowie Regie sind mit je 10.000 Euro verbunden. Zum ersten Mal in der Geschichte des Deutschen Filmpreises wurden einige Preisträger bereits vor der Gala bekanntgegeben. In der Kategorie „Weitere hervorragende Einzelleistungen“ werden folgende Filmschaffende mit der „Lola“ und einer Prämie von jeweils 10.000 Euro ausgezeichnet: Sarah Clara Weber für den Schnitt in „Muxmäuschenstill“, Rainer Klausmann für die Kameraarbeit in „Gegen die Wand“, Max Berghaus, Dirk Reichardt und Stefan Hansen für die Musik in „Erbsen auf halb 6“ sowie Natascha E. Tagwerk für das Szenenbild in „Schultze gets the Blues“. Weiterhin werden in der Kategorie „Drehbuch“ die folgenden Autoren mit einem Filmpreis in Gold, verbunden mit einer Prämie von je 30.000 Euro, geehrt: Sven Regener (verfilmtes Drehbuch) für „Herr Lehmann“ und Marei Gerken für das bislang unverfilmte Drehbuch zu „The Far Side of the Sea“. Den Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film erhält der Schauspieler Mario Adorf, während die Auszeichnung für den „Besten ausländischen Film“ an „Lost in Translation“ von Sofia Coppola geht. Produziert wird der Deutsche Filmpreis in diesem Jahr zum sechsten Mal in Folge von der zur Bavaria Film-Gruppe gehörenden Askania Media Filmproduktion GmbH Potsdam/Berlin, Martin Hofmann.

Gala-Moderatoren

„Guten Abend – die Lola“. Sonst kündigt er auf diese Weise ja das Wetter an – aber am 18. Juni wird sich Ulrich Wickert nur einem (Tages-)Thema widmen: Gemeinsam mit Jessica Schwarz führt „Mr. Tagesthemen“ durch die Gala zur Verleihung des höchst dotierten deutschen Kulturpreises. Das Moderatorengespann ist ein Paar der Gegensätze – im Alter, in der Herkunft und im Beruf. Gerade deswegen freuen sich die beiden Profis ganz besonders auf die erstmalige Zusammenarbeit.

Jessica Schwarz
Model, Moderatorin, Schauspielerin. Ihre Karriereleiter zeigt steil nach oben. Jessica Schwarz begann als Model, nachdem sie 1993 als Siegerin aus der „Bravo Girl“-Wahl hervorging. Die professionelle Arbeit für verschiedene Agenturen führte sie auch ins Ausland, u.a. nach England, Australien, Thailand, Japan und in die USA. Ihre erste kleine TV-Rolle spielte die 1977 im Odenwald geborene Künstlerin in Dominik Grafs „München – Geheimnisse einer Stadt“ (2000). Im selben Jahr wurde sie Moderatorin beim Musiksender VIVA für das tägliche Live-Format „Interaktiv“ und das Kinomagazin „Film ab“. In den Jahren 2000 und 2001 moderierte sie die Verleihung des VIVA-Musikpreises „Comet“. Ebenfalls 2001 stand sie erstmals für einem Kinofilm vor der Kamera: In Benjamin Quabecks „Nichts bereuen“ spielte sie an der Seite von Daniel Brühl. Mit Dominik Graf drehte sie 2002 ein weiteres Mal: Für ihre Rolle in „Die Freunde der Freunde“ wurde sie 2003 mit dem renommierten Adolf Grimme Preis ausgezeichnet. 2002 und 2003 moderierte sie u.a. den „vdw Award“ in Frankfurt (Preis des Verbandes der deutschen Werbefilmproduzenten) und den „First Steps Award“ in Berlin. 2002 arbeitete sie erneut mit Benjamin Quabeck – es entstand der Kinofilm „Verschwende deine Jugend“. Des Weiteren drehte sie den Kurzfilm „Im Labyrinth“ unter der Regie von Barbara Miersch. Letztes Jahr wirkte sie im TV-Film „Kalter Frühling“ von Dominik Graf sowie im Kinofilm „Kammerflimmern“ (Regie: Hendrik Hölzemann) mit und stand auch erstmalig für die Einspielung eines Hörbuches, „Rilke Projekt III – Überfließende Himmel“, im Studio.

Ulrich Wickert
Einem großen Publikum ist er als „Mr. Tagesthemen“ bekannt: Seit Juli 1991 ist Ulrich Wickert erster Moderator der ARD-Nachrichtensendung. Davor führte der Moderator ein wahrhaft internationales Leben. 1942 in Tokio geboren, besuchte er Schulen in Heidelberg und Paris und studierte Jura und Politische Wissenschaften in Bonn und den USA. Er begann 1968 als freier Hörfunkautor, bevor er 1969 zum ARD-Fernsehen wechselte. Bis 1977 Mitarbeiter und Redakteur des Politmagazins „Monitor“, übernahm er Korrespondentenstellen in Washington (1977) und Paris (1978). 1981 wurde er Studioleiter in New York und wechselte 1984 in die gleiche Position nach Paris, wo er sieben Jahre erfolgreich arbeitete. Spätestens dieser Zeit entstammt sein Faible für unseren westlichen Nachbarn. 1989 erschien sein erstes Frankreich-Buch „Frankreich, die wunderbare Illusion“, dem 1993 „Und Gott schuf Paris“ und 1999 „Vom Glück, Franzose zu sein“ folgte. Aber Wickert widmete seine Autorenschaft nicht nur der „Grande Nation“: Eins seiner bekanntesten Werke ist sicherlich „Der Ehrliche ist der Dumme – Über den Verlust der Werte“, das er 1994 veröffentlichte. Neun weitere Werke fanden Aufnahme in seine Bibliographie, bevor er sich 2003 einem neuem Genre zuwandte: Im August erschien sein erster Kriminalroman, „Der Richter aus Paris“, dem er am 28. April 2004 eine ganz besondere Ehrung zu verdanken hatte. Nach Auszeichnungen wie u.a. dem Deutsch-
Französischen Journalistenpreis (1992), dem TeleStar (1992), der Goldenen Kamera (1994), dem Adenauer-de-Gaulle-Preis (2000) und der Mercator-Professur der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (2002) wurde der TV-Moderator an diesem Tage in das Syndikat „Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren“ aufgenommen.

Produzenten

Askania Media Filmproduktion GmbH, Mitglied der Bavaria Film-Gruppe, wurde 1997 in Potsdam-Babelsberg gegründet und ist seit 2000 auch in Berlin vertreten. Das von Martin Hofmann geleitete Unternehmen produziert seit Mai 1998 die mit mehr als einer Million Fans zwischen sechs und 13 Jahren pro Folge erfolgreiche und europaweit am längsten laufende Kinder-Weekly „Schloss Einstein“ für den Kinderkanal von ARD und ZDF. Seit 2001 stehen auch Fernsehfilme auf dem Programm, so z.B. Produktionen für die ARD/Degeto („Farben der Liebe“, „Herzen in Fesseln“), „Amundsen, der Pinguin“ oder die Krimireihe „Inspektor Rolle“ für Sat.1. Für das aktuelle Projekt „Ein Macho auf der Couch“ fiel die erste Klappe am 19. Februar 2004. Weiterhin produziert Askania Media gemeinsam mit pimento Medienproduktion und dem RBB die Reportage „Judith und Tano - Zwei Schimpansen ziehen um“ für die beliebte KI.KAReihe „Fortsetzung folgt“. Dem Deutschen Filmpreis ist Askania Media seit 1999 verbunden. Die publikumswirksame „Gala des deutschen Films“ realisiert Martin Hofmann 2004 gemeinsam mit dem künstlerischen Gesamtleiter Stephan Reichenberger zum nunmehr sechsten Mal.

Bavaria Film GmbH ist einer der größten Film- und Fernsehproduzenten Europas, gewachsen aus der Tradition des 1919 gegründeten Studiobetriebes. Seitdem hat sich eine weltweit operierende Produktions- und Dienstleistungsgruppe mit 30 Tochter- und Beteiligungsfirmen an allen wesentlichen Standorten im deutschsprachigen Raum entwickelt, die alle Segmente der audiovisuellen Industrie erschließt. Die Bavaria Film Gruppe steht für viele Kino- und Fernsehproduktionen von der täglichen Serie „Marienhof“ über zahlreiche TV-Movies bis hin zu Grimme-Preis-gekrönten „Tatort“-Folgen oder „Emmy“-ausgezeichneten Programm-Events wie „Die Manns - Ein Jahrhundertroman“ (Bavaria Film) oder „Mein Vater“ (Colonia Media). Von den aktuellen deutschen Kino-Hits sind „Das Wunder von Bern“ und „Gegen die Wand“ (Goldener Bär, Berlinale 2004) im Weltvertrieb von Bavaria Film International. Seit März 2004 entsteht als aktuelles Highlight Heinrich Breloers Dreiteiler „SPEER UND ER“, eine Produktion der Bavaria Film in Koproduktion mit WDR, BR, NDR und ORF.